
Der TuS Jahn Soest verabschiedet sich von der Werkstraße
Ein Jahrhundert voller Tore, Triumphe und unzähliger gemeinsamer Stunden fand am Freitag, den 26. September 2025, sein emotionales Ende: Der TuS Jahn Soest verabschiedete sich mit einer bewegenden Feier von seinem geliebten Sportplatz an der Werkstraße, der über 100 Jahre lang die sportliche Heimat des Vereins war.
Der Abschied von der traditionsreichen Spielstätte, dem sogenannten Jahnpark Nord, der laut Chronik 1928 eingeweiht wurde, war gleichzeitig ein gelungenes Volksfest. Etwa 200 Menschen – von den jüngsten Kickern bis zu den ältesten Weggefährten – versammelten sich, um der „Blauen Bude“ die letzte Ehre zu erweisen.
Perfekte Organisation und die Gesichter der blauen Bude
Die Organisation der Feierlichkeiten verdiente ein besonderes Lob: Alles lief wie am Schnürchen. Ein kleines Team aus engagierten Mitgliedern hatte dafür gesorgt, dass dieser Abend in Erinnerung bleibt.
Ob es die Besorgung der Würste durch den Fußballabteilungsleiter Tobias Brockmann war oder Grillmeister Marian der die Würste unerschütterlich auf links wendete, damit diese nicht anbrannten. Die Musik die durch Schatzmeister Simon Paschenda gut gewählt war oder eben Manni und Tati, die auch an diesem Abend hinter der Theke der legendären „Blauen Bude“, dem Herzstück des geselligen Vereinslebens, standen.
Man könnte noch soviele Menschen hier aufzählen, aber dann hätte man hier wohl die komplette Mitgliederliste stehen. Allen Helfern gebührt der Dank!
Ein Fest für jede Generation
Pünktlich um 17:00 Uhr starteten die Feierlichkeiten. Für einen symbolischen Euro gab es Bratwurst und Kaltgetränke, ganz im Sinne der einfachen und herzlichen Vereinskultur. Die Veranstaltung bot für jede Altersgruppe etwas: Eine Hüpfburg sorgte für leuchtende Augen bei den Kleinsten, während die etwas Älteren dem runden Leder noch einmal auf dem Platz nachjagten. Für die „noch Älteren“ stand das gemütliche Beisammensein und ein kühles Bier im Vordergrund.
Im Laufe des Abends nutzten viele die Gelegenheit, die versteckten und bald verlassenen Ecken des Vereinsgebäudes noch einmal in Augenschein zu nehmen. Es war eine melancholische Reise durch die Historie, die von den Kellerräumen, in denen wohl so manche Strategie geschmiedet wurde, bis zur ehemaligen Anliegerwohnung reichte, die seit dem Auszug von Platzwart Rolf im Jahr 2023 leer steht.
Geschichten, Musik und ein Tränenguss
Die Atmosphäre war erfüllt von einem reichen Schatz an interessanten Geschichten, Anekdoten und wieder neu ins Gedächtnis gerufenen Erlebnissen. Man spürte förmlich, wie die Mauern die Erinnerungen der Jahrzehnte atmeten.
Der Vorstand des TuS Jahn Soest, vertreten durch Roland Niestroj, richtete eine Ansprache an die Versammelten, die den historischen Moment würdigte und den Blick zugleich nach vorne richtete. Nach den offiziellen Worten bestimmten Musik und nette Gespräche das Geschehen und der Abend nahm seinen ungezwungenen Lauf.
Die Feierlichkeiten zogen sich bis in die tiefe Nacht. Gegen 02:00 Uhr verließen die letzten Gäste das Gelände – gerade als der Himmel, wie von einer höheren Macht inszeniert, seine Schleusen öffnete. Ein symbolischer Akt, der vielen Anwesenden das Gefühl gab: „Der Himmel weinte zum Abschied.“
Mit diesem gelungenen Fest endet die 100-jährige Ära an der Werkstraße. Auch wenn der Abschied wehtut, blickt der TuS Jahn Soest mit Zuversicht in die Zukunft und wird seine Tradition an einem neuen Standort im Soester Norden fortsetzen.
Die Mitglieder des TuS Jahn Soest bedanken sich bei allen Organisatoren, Helfern und Gästen, die diesen emotionalen Abschied zu einem würdigen Finale gemacht haben.









